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Beitrag 141 - 175 von insgesamt 2595 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Wirr quanteln Worte,
taumeln durchs Universum
in meinem Kopf.
Docken an,
ziselieren feinste Bahnen,
lebendige Straßen,
führen zum
eig'nen Wesen.
Gewiss, es gibt sie
dergestalt ein einziges Mal…

von Ella Sander

Es ist ein Lächeln,
das mich zärtlich trägt-
Dein Lächeln
ist ein wohlig Geben:
Es webt, aus meinem Leben,
einen Traum-
Aus meinen Traum,
webt es ein Leben.

von Lisi Schuur

Beim Umblättern
fiel etwas aus dem Buch
ein Lesezeichen
dessen Sinn nun entfallen ist
langsam blättere ich Seite um Seite
ist es möglich
dass alles mir fremd erscheint
keine heißen Quellen
die…

von Annelie Kelch

Dornen: Sie blühen
Auf der Schwelle
Zur Einsamkeit,
Zerreißen dein Herz
Und du musst weinen.

Weine nur, liebes Herz,
Solange du weinen
Musst; aber kehr
Niemals um, blick
Nicht zurück ...…

von Annelie Kelch

O Wagenräder, Fuhrpark, der in Flammen steht …
Wer hat die Löwenhäupter angezündet
über Nacht? –

Lächeln in einem fort ...
über Gärten hinweg und tragen
ihr irdisches Feuer wie leichtsinnige
Schwüre in die…

von Mara Krovecs

bis hierhin leuchtete es
wenn du mit deinen wörtern
unterwegs warst
sie geschickt
in die ziehenden Himmel warfst.

in dir springend
zupftest du sie zurecht
während sie herab fielen
nie hinterließest…

von Uwe Röder

Was ist Liebe?
Liebe ist für mich:
nur dich zu lieben!

Messgerät kann nur ein
Becher, groß bis an den
Rand des Universums sein.

Mein Lebensfaden
ist das Lot
für ihre Tiefe.

von Mara Krovecs

Im fremden Gewandt
sprichst du mich an
und ich erkenne dich.

Unsere Stimmen verlieren sich
in süßer Luft, im nahen Tanz
von Worten, die sich eng umschlingen.

Ich höre zu und du liest aus
meinen Augen,…

von marie mehrfeld

Meine Schwester im Geist war sie, die alte Frau mit den
wachen blauen Augen und weißer Lockenpracht wie ein
Heiligenschein um den schmalen Kopf, mit ihren vollen
jungen Lippen in ihrem vom Leben und Wetter gegerbten

von Uwe Röder

Unser Reichtum Erde,
vier Milliarden Jahre
Warten auf den großen
Wurf, das Leben.

Doch dann endlich
kümmern WIR uns,
alles neu und
"nachhaltig” zu regeln...

Bald genießt nur Tod
den Reichtum…

von Angelika Zädow

Fahrend durch die Nacht
in schlafschaukelndem Wagen
bis gemächlich der Tag erwacht

Mogennebel durchschleiern das Land,
wie Wellen wogen sie sanft,
halten das Dunkel fest in der Hand

am Horizont zagendes…

von marie mehrfeld

Hör zu, behalt deine Angst bei dir, hab selbst genug davon, meine lungert im alten Koffer neben Oma Lisas nackter Babypuppe, ja, mea maxima culpa, lang lang ist’s her, er ist ja wieder dran, der Kopf, und die Augen schließen sich im Liegen, hoch…

von marie mehrfeld

stummes
Amselmännchen
sitzt reglos auf blattlosem
Zweig, hat den Nestbau vergessen,
in mir selbst gefangen schweige ich heute
unter bleischwerem Himmel, hoffe auf den wilden
Ausbruch junger hellgrüner Triebe…

von Juliana Modoi

Ohne dich
versteinert die Nacht in den Ästen,
und Donner stürmen das Meer;
Sehnsucht quillt aus dem Traum.

Ohne dich
liegen Mondbetten wie Gräber
im Wind der Luftlosigkeit;
Schwermut siedet in den…

von Annelie Kelch

Einst pflückten wir das Blut des Sommers
Von den Kirschbäumen an den Chausseen.
Es glänzte wie Ebenholz aus Ceylon und
Schmeckte süß wie eine Liebe ohne Schatten.

Das waren Momente, in denen wir glücklich
Waren,…

von Monika Jarju

weltschauplätze flimmern auf monitoren
zwischen luxus und trümmern menschen
exzessiv die kamera – ende des reports
der dezenten Verstimmung
• buchen sie hier! – grüßt CNN
vernetzt, fein programmiert & abgestimmt…

von Annelie Kelch

Der Herbst vergeht wie ein liebgewonnener Schmerz und
Auch ich sterbe ein Stück vor mich hin, während vom Baum
Das letzte Blatt fällt.

Mond, alter Verführer, stellst deinen schimmernden Fuß
In den Abend und mein Herz will…

von Monika Jarju

Nebel liegt auf dem Brot schmierig & grau
der Tag nieselt blind, November plempert
in meinen Kaffee, es zieht mich hinaus
und ich mache mich sogleich auf

Hallo Madame, ruft der Gemüsehändler
er stellt Kisten…

von Monika Laakes

Dein Lächeln
spendet Wärme,
darinnen Himmel
und Wald,
eine Tiefe
im Rhythmus
der Gezeiten.
Auf und nieder
hebt die Wolke
im goldenen Glanz
die Seele empor.
Wer mag dem Zauber…

von marie mehrfeld

noch ist Sommer und Hoffnung, und ich erzähl’ Dir, was war, bis ich heiser bin, wenn Du so lange schweigst,

ein Haus war da, eins mit stets offenen Fenstern und Türen, aus rotem Stein war es, darauf ein spitzes Schindeldach mit

von Monika Jarju

Da war nur zittriges Gelächter
versickerte Tränen
ein flüchtig bemessenes Vakuum
in das alles fiel
verdunstete Worte
knochige Blicke
alle Lächeln auswendig gelernt

Da war nichts zwischen uns
die…

von Annelie Kelch

An einem Tag im längst vergessenen
Dezember '63, als in der Früh ich aus
Der Türe trat … in einen Morgen, der nicht
Daran zweifeln ließ, dass Winter war:
Mit Schnee, der sich vor meine Füße warf.
Und dankbar und…

von Monika Jarju

ich schreibe mich
in die Stille, unsichtbar meine Worte
..........Sätze kommen ans Licht
..........verschwinden wieder –
..........wie ein Zauber abseits von Realität

mein Text verlöscht, schreibt sich neu…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Geschwindigkeit,
Raum und Zeit,
Lichtjahre entfernt,
getrennt,
Lippenbekenntnis,
verblasstes Rouge,
Enttäuschung,
Schattenspendende
Distanz,
ertrunken,
aufgelöst,
Ewigkeit
„…

von Monika Laakes

Da stockt mir der Atem,
morgens, beim Kaffee
mit Blick in die Zeitung.
Lese inzwischen automatisch,
dass irgendwer mit spitzem Messer
irgendwen mal eben so ersticht.

Da stockt mir der Atem
beim Erfassen…

von Annelie Kelch

"Ich versteh' s echt nicht ..."

"... dass die ihren Kindern nicht erklären,
weshalb man uns nicht jagen darf."

"Sind wir denn nicht auch Geschöpfe aus Fleisch und Blut ...?"

"... mit einem kleinen Herzchen in der Brust…

von Johanna Blau

Auf Wiesen und in Wäldern
Da finde ich Ruhe
Mein Geist mischt sich mit Fabelwesen
Wild wird mein Traum
Frei mein Körper sich zu strecken
Wie die Bäume in den Wind zu wachsen
Gehen auf schmalen Achsen
Dem…

Rezitation:
Johanna Blau
von marie mehrfeld

Wer oder was?
Ihr Worte!
Neue, alte, träge,
schräge, woher?
Aus dem Morgenkopf,
dem wachen,
wohin damit?
Auf deine
vergilbten Seiten,
du Notizbuch
von Anno Tobak,
aus der Tonne…

von Marina Berin

Der Straßenstaub
Auf deinen Füßen
Verrät mir,
Welche Wege du gingst,
Wie lange du wandertest,
Bevor du mich trafst,
Wie viele Gastgeberinnen
Dich willkommen hießen.

•••

Meine Füße

von Monika Jarju

Zuerst verschwanden die Fische
in den Trawlern vor Mauretanien
dann das Geld in den Netzen der Lobby

Mittlerweile leert sich das Land
Flüchtlinge statt Fische auf dem Weg
ins schnelle Europa

Wo leere Wasser…

von Annelie Kelch

O kaltes Land im weißen Feuer meiner Träume ...
Mit schneebedeckten Hängen, dort, wo ritterliches
Heer vor Jahr und Tag viel heißes Blut vergossen.
Und klamm wie tote Katzen lagern auf privaten Yachten
Die eingeholten…

von Ingeborg Henrichs

Als ich dich zu mir befragte
hast du nicht gewagt
aus dir heraus zutreten.
So bin ich in deine
Antwort Freiheit eingetreten.

Als ich dich zu mir befragte
warst du ein Ja ein Nein ein Er.
So schweigst du…

von Annelie Kelch

Regen löschte das Silber des Mondes,
gefallen aufs Pflaster einer sündigen
Meile wie ein Vergeltungsschlag.

Du, dort am Straßenrand, mit Haaren,
nasser als das Fell jener streunenden
Katze, die mich keine Sekunde…

von Monika Jarju

Wir gingen spazieren
an der ausgefransten Peripherie
unserer Gemeinsamkeit, liefen
wie lose aneinander gelehnte Sätze

dünn und lichthungrig umschlang uns
die Allee – eine duftlose Sommernacht
unsere Worte…

von Mara Krovecs

hast du den traum an seinen fäden
mit deiner haut gesungen?
aus salz und wasser schwimmt das bild

es ist kalt es ist windig
wir sind liebe wie bernsteinwasser
ich vergesse die schritte
die wir schon liefen…

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