Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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Beitrag 141 - 175 von insgesamt 2047 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Dein Lächeln
spendet Wärme,
darinnen Himmel
und Wald,
eine Tiefe
im Rhythmus
der Gezeiten.
Auf und nieder
hebt die Wolke
im goldenen Glanz
die Seele empor.
Wer mag dem Zauber…

von Annelie Kelch

Nachts trauern die Rosen,
weil mein Lieb weinen muss …
Im Tränenkanal staut
sich sein kleines Leid.

Alle Schleusen stehen offen;
aber es ist kein Schiff in Sicht,
das ihn retten könnt ...
Und es gibt nur…

von Ingeborg Henrichs

Auf einer Spur des Wunderbaren
Im Atemzug der Nacht
Gleitet sanft dahin
Die Barke
Wirft Anker bald in deinem Leben
Nie versiegend Wunschträume
Süsser Hoffnung Kraft
Der Liebe Macht
Sind ihre Fracht…

von marie mehrfeld

Klopfen an heimlichen Türen, sich drohend senkende Klinken, schrille Geigenfugen, kratzten, in Augenblicken höchster Angst, in muffigen Kellern, krochen Sirenenheulen und Verdunkelung, rostige Schlösser schlüsselloser Türen, angellos

von Monika Jarju

Schnee auf dem Teller
unter dem Messer
gefrorene Wimper
die Hand erstarrt
Eis auf dem Teppich
Kristalle im Spiegel
weiß das Sofa
Kissen aus Splitter
Schneeflocken
blühen & schweben

von Annelie Kelch

Ich schrieb mich zwischen Deich und Wasser in die Welt ...
Das Leuchten jener Tage ist noch lange nicht dahin.
Mein Leben war geprägt von Sonne, Fluss und Sternenzelt,
Und jedes fremde Schiff, das elbwärts glitt, blieb mir im…

von Monika Jarju

Zuerst verschwanden die Fische
in den Trawlern vor Mauretanien
dann das Geld in den Netzen der Lobby

Mittlerweile leert sich das Land
Flüchtlinge statt Fische auf dem Weg
ins schnelle Europa

Wo leere Wasser…

von Angelika Zädow

Fahrend durch die Nacht
in schlafschaukelndem Wagen
bis gemächlich der Tag erwacht

Mogennebel durchschleiern das Land,
wie Wellen wogen sie sanft,
halten das Dunkel fest in der Hand

am Horizont zagendes…

von Annelie Kelch

Einst pflückten wir das Blut des Sommers
Von den Kirschbäumen an den Chausseen.
Es glänzte wie Ebenholz aus Ceylon und
Schmeckte süß wie eine Liebe ohne Schatten.

Das waren Momente, in denen wir glücklich
Waren,…

von Johanna Blau

Auf Wiesen und in Wäldern
Da finde ich Ruhe
Mein Geist mischt sich mit Fabelwesen
Wild wird mein Traum
Frei mein Körper sich zu strecken
Wie die Bäume in den Wind zu wachsen
Gehen auf schmalen Achsen
Dem…

Rezitation:
Johanna Blau
von marie mehrfeld

noch ist Sommer und Hoffnung, und ich erzähl’ Dir, was war, bis ich heiser bin, wenn Du so lange schweigst,

ein Haus war da, eins mit stets offenen Fenstern und Türen, aus rotem Stein war es, darauf ein spitzes Schindeldach mit

von Annelie Kelch

Auf der Sonnenspur mit dir -
die Liebe zu wilden Bäumen teilen

Den Lobgesang der Natur
hören und Ausschau halten
nach wahren Wundern

Auch die Distel ... blüht
wie jene Freude,
die aus der Schöpfung…

von Monika Jarju

Was mir bleibt
eine magere Sonne
Was ich hatte
geronnen zu Nichts
gestreift von einem alten Glanz
Was ich suchte
suche ich nicht mehr
Was ich bin
verliert Gewissheit und Geheimnis
Nur mein…

von Uwe Röder

Steine sprechen nicht wie wir,
wie wir - oft ohne Inhalt.

Sie erzählen von der Urzeit,
wie die Erde hat geglüht,

sie schildern unsagbaren Druck,
wie Erde krachend aufbrach,

wie ein Stein ans Licht gelangte…

von Monika Laakes

dieser tag heute
ich blick' in den garten
spüre und ahne dies
ETWAS
...in allem
unausgesprochene
schöpferworte
lassen alles zu
dunkle blitze
der sonne
lautes flüstern
des windes…

von marie mehrfeld

Kerzengrade
wie auf dem Sprung
sitzt sie am späten
Sonntagmorgen
noch im Mantel

in seinem abgewetzten
moosgrünen Schalensessel
aus den Fünfzigern,

die Haare heute offen,
den roten Schal…

von Monika Jarju

Ich steige den luftigen Waldkeller hinab
und mein Gedicht läuft mit
das Publikum auf der Terrasse
hält die Gesichter ins Licht
hoch über der Balustrade strahlt Sonne
der Himmel zuckerblau & Robinien, Robinien…

von Ella Sander

Es ist ein Lächeln,
das mich zärtlich trägt-
Dein Lächeln
ist ein wohlig Geben:
Es webt, aus meinem Leben,
einen Traum-
Aus meinen Traum,
webt es ein Leben.

von Greta D.

Endlose Stunden
Gähnen lautlos
Gedanken ersticken
In Nebelschwaden
Fragen verstummen
Lachen verlernt
Dröhnendes Schweigen
Erschlägt Lebenslust

Kalt frisst die Einsamkeit
blutende Furchen…

von Annelie Kelch

Lieber Mai,
neigst dich hernieder
so sanft in meine Träume
und zu den lichten Weiden.
Zärtlich wie eine Schwalbe
fällt mein alter Deich in den
Frühling: ein Umhang aus
grüner Seide, geglitten von

von Mara Krovecs

liebster - die sonne scheint
wir sollten es wieder tun
wir beide
uns erst ausziehen
platsch in den fluss
und dann schattenspringen
über den flusshai
im wasser forellen fangen
mit den händen

Rezitation:
von Susanna Ka

Du hängst an der Nadel,
mit eingefallenen Wangen
und trüben Augen.
Müde von Kampf.

Infusionsflüssigkeit
sickert in deinen Körper,
vergiftet und rettet dich
gleichermaßen.

Ist die Infusionszeit…

von Annelie Kelch

Zaghaftes Glühen, ach ... das will
ein kalter Wind mir mir heut vertreiben.
Die Kälte malträtiert die Haut der nackten Hände.
Mein ratzekahler Lieblingsbaum spricht Bände,
und ohne helles Kinderlachen bleibt
die…

von Annelie Kelch

Gegangen:
den Weg,
der nicht mehr war.
Lieder,
längst verklungen:
gesungen.
Die Saiten deiner
Gitarre: zersprungen ...
und dann gingst
du fort – nach Amerika.

Noch lange
berührte…

von Uwe Röder

Ohne Liebe
leben ist wie
totes Leben,

trauriger
als Leben
toter Dinge.

Berg und Wolken
fassen sich
an ihren Händen,

Ost- und Südwind
mischen ihren
Atem,

kalter Schnee,…

von marie mehrfeld

Allmählich breitet die Dämmerung
ihr dunkles Tuch über das Land.
Stille kehrt ein, die wir verloren
hatten im Lärm des Tagesgeplappers.

Unsere Seelen flüstern uns zu:
Liebt euch. Haltet euch fest.
Nehmt euch…

von marie mehrfeld

nie gelüfteter Dachboden des vertrauten alten Hauses vor
dem Abriss, mich verabschiedend atme ich ein letztes Mal
den Mahagoniduft der Erinnerung, sanfter fleckiger Glanz,

der nicht poliert werden will, was war, soll…

von Annelie Kelch

Eines Tages werde ich dort wandern -
mit dir, Hand in Hand; ich weiß eine Menge,
du alles besser und willst mir erklären, weshalb
der Kot des Auerhahns nach Fichtennadeln duftet.

Ach ja?, fragst du und hebst tatsächlich…

von Ella Sander

Der Winter, den ich mit unschuldigen Augen blickte,
legte sich, wie ein Gletscher, auf die zarten Saiten meiner jungen Seele.
Ich schlitterte, schon steif vor Kälte,
vollkommen ohne Halt, in die Gefilde einer Welt,
die nur…

von Annelie Kelch

Vorgestern: Schnee über Schnee;
der Wind seufzte lauter als sonst
im kahlen Geäst der Bäume:
Schaufensterpuppen ohne Kleider.

Mein blauweißer Schirm schnappte
dreimal über – ich versprach ihm
eine Therapie,…

von Annelie Kelch

Die Nacht hebt ihren schweren dunklen Rock:
Das Meer blitzt auf und freudig blähen sich
am Landesteg neben den Kuttern die Segel:
Der Geist des Windes erwacht ...

Kühl noch die Bläue des Himmels über
Der roten Welle…

von Lisi Schuur

Wenn die Zeit
nicht mehr bleiben will
weil der Abschied
verständlich scheint
wenn die Hand
nur noch fallen kann
und ein Lächeln
gefroren weint
wird die Länge zu ungenau
weil der Tag nicht die…

Rezitation:
Lisi Schuur 9/2016
von Annelie Kelch

Ans Licht bringt der Frühling
die letzten Spuren des Winters ...
Er putzt die Augen alter Frauen
und gießt Sonne über das Pergament
ihrer Taubenhände: Hände, aus
denen das Leben gleitet wie Porzellan ...

Ich…

von Uwe Röder

Verloren,
Kinderbücher;
Liebste -
schlimmer.

Verraten
von den Eltern;
von der Liebsten -
schlimmer.

Vergessen,
Freunde;
Liebste -
schlimmer.

Verloren,
verraten,…

von Lena Kelm

Der eingebildete Spiegel zeigt
ein faltenreiches müdes Gesicht

Der Kühlschrank protestiert
verachtet die falschen Produkte

Das verstummte Klavier
beklagt seine Einsamkeit

Der eitle Kleiderschrank

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