Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 1519 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Da stockt mir der Atem,
morgens, beim Kaffee
mit Blick in die Zeitung.
Lese inzwischen automatisch,
dass irgendwer mit spitzem Messer
irgendwen mal eben so ersticht.

Da stockt mir der Atem
beim Erfassen…

von Monika Laakes

Weiße Unschuld,
unbeschriebenes Blatt,
weckst Erwartung,
Wahrhaftigkeit zu empfangen.
Zeichen vom Kopf
übern Kopf hinein
ins Herz,
Magie der Zeichen,
gibst Hoffnung
zum Frieden zu gelangen.…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Aus dem Geläut’ schwarzer Glocken
kann kein goldner Ton entweichen.
Die Vernunft hat sich zum Dunst
des Wahnsinns gesellt und die Hoffung
flieht vor der Furcht, das Grüne graut
wenn Mephisto seinen Tanz eröffnet,…

von Mara Krovecs

liebster - die sonne scheint
wir sollten es wieder tun
wir beide
uns erst ausziehen
platsch in den fluss
und dann schattenspringen
über den flusshai
im wasser forellen fangen
mit den händen

Rezitation:
von Annelie Kelch

Kostbare Stunden raubt uns der Herbst –
aber noch immer tragen wir
das Grün der Sommerwiesen
in unseren Herzen.

Es welkt, wenn kein Vogel mehr singt
und das Lied der Wälder verstummt.

Unsere Wangen sind…

von Mara Krovecs

Umarmung Umarmung Umarmung
von überall kommen Schönheiten
unter meine Augenflügel - huschen
ihren Weg in alle frühlingstiefen Seen

der Raps so gelb - (ich möchte ihn als Sari )
umschwirrt mein Haar und meine Brust…

von Annelie Kelch

Großer edler Bruder.
Leer nun die neue
Auffahrt unter dem
alten Sommerhimmel
blau gespannt
mit weißen Wolken
suche ich dich ein
halbes Jahrhundert später
noch immer vergeblich.

Hier sollt ich…

Oje
von Monika Laakes

Wie hüte ich meine Gedanken,
wenn sie sich verselbständigen
und abdriften in Melancholie?

Wie hüte ich meine Gedanken,
wenn sie entbrennen im Zornesrausch,
weil in nächster Nähe, so um die Ecke,
mal wieder…

von Monika Laakes

Wünsch mir
Deine Augen...
den Magnetismus,
die Magie.
Im Wolkenflug
wird's unbeständig.
Ich schau hinauf
und lös' mich auf.
Was ist nun
Wirklichkeit?
In dürren Jahren
klingt's…

von Monika Jarju

Auf einem Gehsteig
Straßenpflaster, Kinderball
Gully & Kreide
sie sind mehr als ein Haufen –

Gedächtnissprünge.

In Gesellschaft eines Straßenengels
gehe ich jetzt darüber.

Die Sonne…

von Monika Laakes

Du machst es
mir schwer,
dich zu verstehen.
Was ist es,
das dich treibt?
Mein Blick
schweift ab
ins Reich der Träume,
du aber rüttelst
an meinem Ego,
hälst mich im Zaum
mit…

von Mara Krovecs

auf mein dachfenster
knistern winzige tropfen
als ob vogelschnäbel
eine nachricht piekten

seltsam die lichter darauf
die deine stimme tragen
und musik schwimmt
auf meiner haut

von Monika Jarju

für Doudou

An jedem Tag der afrikanischen Woche
brennt die Sonne schwarze Hoffnung
in die Teeträume junger Männer unterm Baobab,
voller Minze & stark duftend nach Europa.

Unheilvoll gleiten ihre Boote übers…

von Monika Laakes

Wirr quanteln Worte,
taumeln durchs Universum
in meinem Kopf.
Docken an,
ziselieren feinste Bahnen,
lebendige Straßen,
führen zum
eig'nen Wesen.
Gewiss, es gibt sie
dergestalt ein einziges Mal…

von marie mehrfeld

Mächtiger ungefährer
golden brauner Berg
mit drei steilen Zacken,
schwarz umrandet,
begrenzt den Horizont,

vollkommen ungefähr
auch der Himmel darüber,
Variation grauweißgelber
Spielarten,

von Willi Grigor

Wer kann es, den Himmel beschreiben,
sein unstetes Spiel mit den Farben,
den tiefblauen, dachlosen Dom?

Die Wolken, die pausenlos treiben,
der Sonne beschauliches Fliehen,
die Stille des Dunkels bei Nacht,
die…

von Annelie Kelch

Schneller als sonst vergeht im Sommer die Zeit;
das Leben lächelt uns zärtlich zu - durch die Blume.
Wo Liebe hinfällt, wachsen rote Rosen.
Die Sonne macht keine sozialen Unterschiede:
Jeder darf sich an ihrem Feuer wärmen…

von Annelie Kelch

An der Weggabelung, die uns schied,
damals, um Mitternacht, vergaßen wir zwei,
wie schön und bunt diese Welt ist.

Du sahst das vollkommene Glück darin,
andere Menschen selig zu machen -
dort, wo das größte Elend…

von Lisi Schuur

Wenn die Zeit
nicht mehr bleiben will
weil der Abschied
verständlich scheint
wenn die Hand
nur noch fallen kann
und ein Lächeln
gefroren weint
wird die Länge zu ungenau
weil der Tag nicht die…

Rezitation:
Lisi Schuur 9/2016
von Annelie Kelch

'Ja, einst gefriert der Lethefluss,
wer zweimal stirbt, wird ewig leben …'
(Jan Skácel, Landschaft mit einem schwarzen
Pferd und dem Fluss des Vergessens)

„Spring!“, rief die schwarze Woge,
„ich trage dich nach…

von Annelie Kelch

Totensonntag –
auch unsere Tage
sind längst gezählt …,
sagst du.

Liebe –
ein Grashalm am Rand
des japanischen Skizzenblatts
auf meinen Knien­,
sage ich.
Irgendwo einen Anfang finden,

von Monika Jarju

Neben der Bushaltestelle stehen Stunden
aneinandergereiht ohne abzufahren

wenn der Himmel abends aus der Stadt läuft
mit einem rosa Glühen an den Füßen

und keiner geht durch diese Stunde –
kaufe ich ein Ticket, um…

von Luise Maus

Todes Kuss

Gelebt und doch
nur dahingesiecht
in großer Sehnsucht
nach ein wenig Glück.
Engel des Todes
du Krieger Gottes
gib mir endlich
den ersehnten Kuss.
Du schenkst mir
dein…

von * noé *

Endlos, die Wüste,
und totenstill …
Die Stille der Toten –
ihr Wille zu leben,
als dieser Wille noch in ihnen war,
die Felder noch nicht mit ihnen gedüngt,
vernichtet, zum Schweigen gebracht.

Ein Hauch…

von Werner Krotz

Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?
fragt einer
Kann man nach Hiroshima noch Gedichte schreiben?
frage ich
Nach Tschernobyl?
Nach Fukushima?
Nach Hölle um Hölle
die Menschen einander bereitet…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Feld der Träume,
frisch aufgeblättert,
Rosenhain der Gefühle.
Hoffnungsvolle Blüten,
süsser Duft des Todes,
Dornenkrone der Wahrheit,
Blutstropfen im Meer der Liebe.
Salzige Wogen des Glaubens,
dem…

von Monika Jarju

Sitzt da
glitzernd
am Ende des Bahnsteigs
in knallengen Schuppenhosen
mit seinem silbernem Ich

verkommener Fischgott
abgerissener Nix
trockener Wassergeist

schwimmt fliegt nicht mehr
sitzt…

von Monika Laakes

Lass sie verschwinden.
Jag sie mit Lichtgeschwindigkeit
von dannen.
Lass sie bei Null enden
am Rande des Unvorstellbaren.

Jetzt! Jetzt!
Denn jetzt steht sie still.
Ist nicht fassbar,
nicht messbar…

von Christin von Margenburg

ich bin ein gitter
eingehängt über dem farbtopf
deiner fantasie

geklemmt
von rand zu rand
auf den eifrigen farbpinsel wartend.

es tropfen kunterbunt
beim abstreifen
mir

deine traumbilder…

von Monika Laakes

Jetzt atmest du auf,
du mein Vertrauter.
Lässt dich verwöhnen
im Schauer der Unzählbaren,
die tanzen und wirbeln
nach eigenem Takt.

Winzigkleine Wichtigkeiten,
zu deinem Behagen
spiegelst du dich…

von Johanna Blau

In meiner Erinnerung
Schwankt das All
In meinem Herzen
Kocht das Blut
Versuch es erneut
Und komm zu Fall
Das schürt die Glut

Ich bin hexenfrei
Weiß von magischen Orten
Ich bin seelenoffen…

Rezitation:
Johanna Blau
von Anouk Ferez

Als deine Küsse noch
auf meinen Augen
ruhten,
barg der Wind
meinen Atem
in seinen Fluten
und es bog
sich ein jedes Wort
ins Schweigen
- und es zog
der Blick, der dir zu eigen,
mich…

von Annelie Kelch

Adventszeit –
Wochen der flammenden Lichter …
Was wären tausend brennende Kerzen
ohne das frühe Dunkel des Abends …
Und tiefe Nacht wäre uns
die rasch einfallende Finsternis –
ohne die feierliche Lichtflut vor…

von Annelie Kelch

Mich zurückträumen -
in unbegrenzte Weiten,
als die Augen noch durch
Sonnensterne schwammen;
das Weißblech auf der Mole
aufblitzen sehen von fern und
nur noch einmal dort auf der Bank
die Schultern an die…

von Annelie Kelch

„... Sterben ist in diesem Sein nichts Neues,
Doch zu leben, wahrlich, auch nicht neu.“
(Sergej Aleksandrowitsch J e s s e n i n,
in „Lebe wohl, mein Freund“ – vor seinem Selbstmord)

Letzter Schmetterling
Im…

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