Reuenthal y - Sex

von Klaus Mattes
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Küssen lässt er sich immer weiter nicht. Sonst ist er zugänglicher als vor zwei Jahren. Er wehrt sich nicht, wenn nach dem Abendessen umarmt und gestreichelt wird. Der Mann quetscht sich neben ihn auf den Stuhl und küsst die Haut am Hals.

Jede Nacht hat Peter irgendwann einen Ständer, wenn er neben Timo liegt.
„Bäh, schon wieder alles nass da unten!“, kann der Junge schreien.

Meist ist er ganz still und ruhig und lässt einfach machen an sich. Nur nicht Küsse ins Gesicht.
Also schiebt ihm der Mann seine Hand in die Unterhose hinein und fasst nach dem prügeligen Schwanz. Auch der Schwanz vom Jungen ist zu diesem Zeitpunkt steif. Der Mann wichst so herum. Aber es passiert weiter nichts. Dann fängt er noch bei sich an. Das bringt dann auch nichts mehr.

Sie liegen auf der Seite und der große, massige Körper des Manns ist wie eine Bucht hinter dem drahtigen, kleinen Körper des Jungen. Er berührt die knäbischen Brustwärzlein. Er fühlt die Härchen ringsum. Im Zimmer ist es dunkel und still. Das Gesicht hat er im Geruch der Haut vergraben. Wenn man nur wissen dürfte, dass es Wahrheit ist. Dass der Junge mit ihm in dieser Wahrheit leben will. Denn egal, wie trostlos der Tag war, das gemeinsame nackte Liegen in der Nacht macht ihn zufrieden und stark. Alles scheint seinen Sinn zu haben.

„Timo, du musst es mir sagen, wenn ich zudringlich werd.“
„Was ist?“
„Wenn so was nicht okay ist.“
Er breitet die Hand flach auf dem Bauch des Jungen und streicht mit leichtem Druck.
„Oder so was.“
Er nimmt kurz seinen Schwanz in die Hand.
„Ach, ist schon recht.“
„Schon recht. Und wie soll ich das verstehn?“
Der Junge schweigt mal wieder. Vielleicht ist es auch nicht recht.

„Wenn wir im Bett so nebenander sind, kann ich die Finger nicht von dir lassen. Ich kann es versuchen, aber ich schaff’s nicht. Du machst aber nie was. Du liegst da und du weißt doch, was kommt. Und da liegst du und lässt machen an dir. Ich würd gern wissen, ob du’s magst oder nicht.“
Überraschend ungeschützt sagt Timo: „Ich brauch es auch. Ich brauch das ganz stark.“

Sofort beugt der Mann sich über ihn und küsst seine Lippen. Aber das geht nicht. Er dreht das Gesicht fort.
Sie sagen nichts, sie liegen auf dem Rücken nebeneinander und warten auf Schlaf.

Langsam wird das, was im Bett passiert, sexueller. Darüber sprechen sie nicht mehr.
Der Junge legt Kopf und Hand auf den nackten Körper des Mannes. Jedes Mal spielt der Mann an seinem Schwanz und seinem Hintern.
Einen Orgasmus beim Jungen erlebt er kein einziges Mal.

Es will bei ihm dann auch nicht mehr. Der Junge soll nicht glauben, dass er eine Wichsvorlage ist oder dass er ausgebeutet wird. Aber so viel Sex ist gelaufen, dass der Mann nicht einsieht, warum man es nicht zum ordentlichen Abschluss bringen kann.
Er hebt den Kopf des Jungen mit dem Kissen an und zieht zum Abwischen das Papiertuch hervor.

Manchmal leckt er ihm die Brustwarzen. Oder hebt einen Arm auf und leckt den Schweiß aus seinen Haaren. Der Junge streichelt vielleicht mit der freien Hand auf seinem Kopf.

Einmal steht Timo vor dem Bett. Der Mann kniet sich hin, zieht ihm die Hose runter, nimmt den krüppligen Schwanz in den Mund. Mittlerweile glaubt wohl keiner mehr, dass der Junge bei so etwas je kommen könnte. Aber heute streichelt er dem Mann die Schulterpartie, während der macht. Und das ist nett.

Oder einmal steckt der Mann in dem Spalt zwischen Junge und Bettüberzug fest und er sagt: „Dreh dich um“ und Timo macht es.

Er liegt auf dem Bauch und hat den Arsch oben. Zwei ganz selbstverständliche Hügel, rund, klein, kompakt. Die Finger des Mannes wollen nur noch in die Spalte; der Junge sagt nichts, kneift aber. Mit der Zeit lässt er dann nach und scheint Zuflucht zur Schläfer-Rolle zu nehmen. Der Finger des Mannes ist beim Schließmuskel angekommen.

„Was machst du da überhaupt die ganze Zeit?“
„Scht!“
Peter legt die andere Hand aufs Schulterblatt und küsst die eine Arschbacke. Der Junge ist ruhig. Am Ende hat der Mann seine Zunge zwischen den Hügeln. Timo wehrt es nicht ab. Es gibt Geräusche der Not oder Lust. Ein Grollen oder Murren. Der Mann tut die Hand unter den Körper und endlich hebt Timo seinen Hintern, damit er beikommt. Doch die Muskeln da drin weichen nicht.

„Jetzt hast du mir meinen Arsch geleckt“, sagt Timo, als sie ruhen.
„Genau“, sagt Peter, „und wie?“
„So was magst du also?“
„Wenn sie sauber sind.“

„Wenn du an Satan glauben tätst, hättest du dich jetzt zu meinem Gefolgsmann erklärt.“
Der Mann grinst.
„Dann hab ich noch mal Glück g’habt.“

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