Ausgehungert

von Christine Jakob
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Ausgehungert

Wir
menschen
fühlen ausgehungert
in unserm sehnen
nach zuwendung
und geborgenheit
um sich weich
anzulehnen

doch verstehen es einfach nicht

wie diese
feine kost der fürsorge
harmoniert
so nehmen wir und nehmen
immerzu von jenen
die sich selbstlos oftmals verschenken
und leiden schwächlich müde
in hingabe des seins

denn wir sind ja keine engel

die flaumig
bei jedem flügelschlag
wie eine federflocke schweben
und nur geben immerzu nur geben
so taumeln dahin im schwindel
der schnellen lauten zeit
wo kaum jemand bereit
noch lasten der anderen

zu tragen

die schwere
erscheint zu heftig
die welt trägt zuviel klagen
und seelen weinen leis
sie sind so sehr allein
wenn herzen still
nach liebe
fragen

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Kommentare

22. Aug 2015

Liebe Christine!

So bleibt man (unter sich) allein -
Solch Widerspruch - soll wohl so sein...

LG Axel