Eine rumänische Straßenhündin findet ein neues zu Hause - Page 3

von Brigitte Beyer
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ich mich gewundert, was für ein Gewusel im Haus los ist. Koffer und Taschen wurden vom Boden geholt, Sachen wurden gepackt, mein Fressnapf und Ausweis verschwanden in den Taschen. Was ist jetzt los. Aber ich konnte mich freuen, wir fuhren in den Urlaub. Ich saß hinter den Beiden auf meiner Körbchenunterlage mit Handtüchern, falls ich wieder brechen musste. Die Fahrt war lang trotz Pausen, aber der Stau war Kilometer lang und es dauerte ewig bis wir in unserem ersten Quartier ankamen. Die erste Zwischenstation war Lüneburg. Hätte ich das gewusst, wäre ich lieber zu Hause geblieben. Nicht das es so ist, dass ich gern überall mit hin will wo meine Beiden sind, aber der Lärm. Es waren nur 15 Minuten bis zur Innenstadt von Lüneburg und wir mussten durch einen Tunnel durch, wo die Autos nur so rasten. Das war nichts für meine Ohren, wo ich doch bei jedem lauten Geräusch zusammen zucke. Also wurde erst einmal wieder abgebrochen. Mann war ich froh wieder in der Ferienwohnung zu sein. Am nächsten Tag der gleiche Stress. Ob ich wollte oder nicht und mit viel Überredungskunst schaffte ich es in die Innenstadt von Lüneburg. Aber die vielen Beine und der Krach. Mein Frauchen holte sich Blasen an den Füssen und so konnten wir wieder zurück. Nach 3 Nächten ging es weiter. Wir fuhren nach Dänemark. Die Beiden hatten ein Haus gemietet, was nur 100 m von der Nordsee war. Dort gab es auch herrliches hohes Gras, toll zum Kullerchen machen. Dann musste ich mit ans Meer. Ich glaube ich habe noch nie so schrecklich hohe Wellen gesehen. Ängstlich wie ich war zehrte ich an der Leine um ja schnell weg zu kommen. Das zweite Mal ging es schon besser. Ich war an der Laufleine und so hatte ich ausreichend Spielraum, um von den Wellen weg zu kommen. Ich konnte nicht verstehen was die Beiden am Meer so toll fanden. Ein anderes Mal entdeckte ich tote Krabben. Das roch gut und musste gleich mal probieren. Aber da schimpfte mein Frauchen mit mir. Einer meiner Vorgängerinnen hatte das auch gemacht und sie mussten anschließend zum Tierarzt und das wollten sie natürlich nicht.
Wir machten herrliche Spaziergänge zum Hafen und durch den Wald. Auf einer Fähre musste ich auch mitfahren. Da trat mir wieder der Angstschweiß auf die Stirn. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und betrat vorsichtig die Fähre. Die Leute lachten über mich. Frechheit, ich kannte doch so etwas noch nicht. Während meines Urlaubs habe ich auch gelernt ins Auto zu springen. Erst musste man mich rein heben und jetzt habe ich gemerkt wie bequem doch so ein Auto sein kann.
Wenn ich andere Hunde treffe muss ich unbedingt hin. Das war auch im Urlaub so, nur hatte ich mir angewöhnt, ein fürchterliches Gebrummel anzustimmen, so dass die anderen Hundebesitzer denken mussten, ich wäre böse. Es ist nun mal meine Art Freude zu zeigen. Andere ließen sich dadurch nicht einschüchtern und wir konnten uns mal Beschnuppern und uns Schwanzwedelnd umkreisen. Nach 14 Tagen ging es leider wieder zurück. Über 10 Stunden Fahrt lagen hinter uns. Diesmal ohne Zwischenübernachtung und wir drei waren total fertig. Trotzdem war ich froh wieder in meiner gewohnten Umgebung zu sein. Endlich wieder mein heißgeliebtes Sofa.
Das waren erst mal meine Erlebnisse, wie es weiter geht steht im nächsten Kapitel.

Hallo, hier ist nach langer Zeit mal wieder Eure Sweety.
Ich habe mal wieder viel zu erzählen.
Mein Frauchen bastelte aus Servietten kleine Tütchen, die wurden mit Zahlen versehen und zwar von 1 bis 24. Mein Frauchen versteckte darin kleine Leckerlies. Das war mein persönlicher Adventskalender. Der wurde am Fenster aufgehängt und jeden Tag bekam daraus ein Leckerlie. Super.
Es kam der Nikolaustag und ich musste aus dem Hausschuh mir ein Leckerlie rausholen. Finde ich eine tolle Tradition, wenn dabei für mich etwas raus springt. Was sollte das jetzt schon wieder. Meine Beiden schmückten unser Wohnzimmer mit Kerzen, Lichterketten und Weihnachtsgestecken. Da wurde mir ganz heimelig. Eine wunderschöne Atmosphäre. Es wurden Räuchermännel aufgestellt und gleich bekam ich einen Niesanfall. War ich doch gar nicht gewöhnt. Dann kam das Weihnachtsfest. Meine Beiden taten ganz geheimnisvoll. Verschwanden in den Zimmern und ich hörte es rascheln. Es wurden die Geschenke eingepackt. Ob wohl für mich etwas dabei ist? Es war ja Sonnenklar das ich auch etwas bekam. Nur wurde es nicht eingepackt. Würde ja wohl kaum gehen. Wie sollte ich denn mit meinen dicken Pfoten das Geschenk auspacken. Wie immer vollführte ich meine Freudentänze bis mein Frauchen nun endlich den Schinkenknochen auspackte. Ich war ganz aufgeregt. Oh der war ganz schön schwer, Ich stellte ihn erst mal sicher, man weiss ja nie. Jetzt war ich beschäftigt und ich konnte gar nicht genug davon bekommen. Auch meine beiden beschenkten sich und ich merkte wie Beide sich freuten. Zum Weihnachtsfest gab es Würstchen mit Kartoffelsalat, aber nicht für mich. Im Backofen brutzelte schon der Entenbraten. Es duftete Verführerisch und der Duft zog durch das ganze Haus.. Die Feiertage waren schnell vorbei und ich wusste gar nicht, was jetzt auf mich zukommt. Oje der 31. Dezember. Ich dachte mir nichts Böses dabei. Jetzt habe ich es doch fast vergessen Euch zu erzählen, das meine Beiden in dem Tierheim wo sie mich geholt hatten, 2 Tage lang während der Feiertage mit geholfen hatten. Die Quartiere von meinen Tierheimkumpels mussten gereinigt werden. Es wurde gekehrt, gewischt, die Decken hoch gelegt, frisches Wasser in die Näpfe gegeben und die Fressnäpfe sauber gemacht. Mein Frauchen kam ganz traurig zurück. Sie musste immer an den 14 Jahre alten Schäferhund denken. Er saß ganz einsam in der Ecke auf den kalten Boden. Seine Besitzer hatten ihn in Pension gegeben, um in den Urlaub zu fahren. Das würden meine Beiden nie machen. Wann immer es geht bin in mit von der Partie. So jetzt zurück zu Silvester. Ich hörte es schon am Tage im Hintergrund immer ein Donnern. Zum Abend wurde es immer schlimmer und lauter. Ängstlich wie ich nun mal wieder war, verkroch ich mich im Schlafzimmer unter das Bett bis in die

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Kommentare

21. Jun 2018

Eine anrührende Hundegeschichte. Sweety hat großes Glück gehabt!

LG Marie

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