Der lautlose Schrei

von Christine Jakob
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Der
lautlose Schrei

Die erde

bäumt sich
in ihrer pein
und tiere sterben leis
windend im lautlosen
schrei des todes kreis
vom mensch verursacht
der sich über alles liebt
respektlos ausgedacht
mörderische macht

ohne auch nur mit einer wimper zu zögern

zahllos
die wundergifte
in seinem so falschen lenken
um lebewesen zu versenken
dieses gesunde gleichgewicht
wo ein glied sich ins nächste fügt
ist längst krankhaft gekippt
wer besseres behauptet lügt
und packt sich selber in die tasche

qualvoll sterben auch vögel

nur weil wir
für die rattenpest
unbedacht gifte auslegen
und die paar eulen
die noch nachts auf jagd ihre arbeit
wie seit jahrhunderten verrichten
sterben deswegen langsam
in stunden von höllenqualen
beim vernichten

was bleibt uns noch von lebensqualität
ohne dem wundervollen einklang

dieser
lebendigkeit des seins
wo sich das leben und der tod
aufs genaueste ergänzen
in ihrer tätigkeit
wo sein bis aufs kleinste
als ganzes funktioniert
und fein abgewogen
existiert

was bleibt

wenn
der mensch
in seinem höhenflug
ohne skrupel weiterhin
bedenkenlos

nur ausradiert ...

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Kommentare

14. Jan 2015

Deine Worte, die nachdenklich stimmen, begleiten mich durch die Nacht.
Liebe Grüße,
Jörg

14. Jan 2015

Danke dir lieber Jörg, ich hoffe du findest trotzdem einen erholsamen Schlaf! Ich schicke jedenfalls liebe Grüße!

14. Jan 2015

Die Schlaflosigkeit greift anscheinend um sich!
Guter Text auch...

LG Alf

14. Jan 2015

Jener Schrei – wird wohl gehört!
(Die tauben Täter er kaum stört…)

LG Axel

14. Jan 2015

Und wenn wir den Schrei hören, gehen wir sang -und klanglos unter.
Wahre Worte, traurige Bilder, schön geschrieben :)

Liebe Grüße