Tod ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

Bild einer schwarzen Rose

Der Tod hat viele - auch grausame - Gesichter. Und doch gehört er zum Leben. Hier finden Sie Texte zu diesem Thema.

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 238 Texten in dieser Kategorie
von Michael Dahm

Was nützt was man im Leben macht
am Ende vor dem tiefen Schacht
in den wir alle fahren werden
nach unserem Aufenthalt auf Erden.

Wenn sich einst der Deckel schließt
und auf dem Grab der Rasen sprießt
dann…

von Alf Glocker

Wo seid ihr vor der Zeit gewesen?
Und wo seid ihr „gegenwärtig“?
Hexen reiten auf dem Besen,
doch auf einmal sind sie fertig!
Das ist wohl ein Kompromiss?
Er lautet immer nur „von bis“!

Was so ein Lebewesen…

von Tizian Arold

Wir sind ein Schemen in der Zeit
Wie eine zarte Blüte die vergeht
Ein Gedanke ist, was von uns bleibt
Schließlich wird auch er verweht

Es ist einzig das, was uns bestimmt
Das Alles mal ein Ende nimmt

von Willi Grigor

Auf felsigkarger Höh er steht,
die Wand fällt steil hinab.
Der Wind ihm kühl ins Antlitz weht,
der Aar setzt an, hebt ab.

Er folgt des Adlers Flug gebannt,
sein Schweben nach dem Fall.
Der Sturzflug längs der…

von Uwe Röder

Sind zwei Ungeheuer,
Alter und der Tod.
Siehst du rot das Feuer,
ist kein Abendrot!

Dicke Freunde sind sie,
aber deine nicht,
du bist nur ihr Schlachtvieh,
sind auf dich erpicht.

Schleichend ihr…

von * noé *

Mit stolzen 87 Jahren
verstarb heute Altkanzler Kohl,
politik- und welterfahren,
war für viele er Idol.

Der „schwarze Riese“ aus Rheinland-Pfalz
– in 16 Jahre Kanzlerschaft
fiel auch die Zeit des Mauerfalls –…

von Oswald Petersen

Alle sterben.
Aber wenn du stirbst
Stirbt alles ausser dir
Und wenn ich sterbe
Stirbt alles ausser mir
Die Frage ist nur
Wann du aufwachst
Und wo?

Das Sterben feiern
Wäre daher angemessen…

von J.W. Waldeck

ich schreibe!
wieherte der Reibehengst
der mit dem krummen Huf
im Schlagloch hängt
ganz faul, ein aufgedunsener Gaul
im Schwärmen, unter Fliegen
verstockte Wut im starren Blut
die tote Hintertüren öffnet…

von J.W. Waldeck

was es noch gäbe, gräbt
das Ver-Wesen aus der Seele
blind für das Gesehene: der Sucht
die Sicht-Waisen aushebt bis zum letzten
hellen Hauch
im Grunde, im dunklen Munde
der wiedergeborene Tod vergangener

von Marcel Strömer

Wenn mich des Herzens Sonnenlicht verschattet
ganz welk und schwer, wie eine Rose die verblüht
die ihren allerletzten Wunsch gestattet
entlockter Treueschwur sanft Todesduft versprüht
dann will ich, jeder Bitterkeit…

von Annelie Kelch

Junges Herz in Not
Kerze – ausgeweht
Vormittags - schon spät
sprang sie in den Tod.

War kein schöner Tag:
diesig, leer und grau.
Wie sie auf dem Gehsteig lag
weiß ich noch genau.

Später die rote…

von Robert K. Staege

Du großer Gott, halt’ dieses Kind
voll Liebe und Erbarmen,
für Zeit und Ewigkeiten lind
in Deinen Vaterarmen!

Die Engel, die im Himmel sind,
die stell‘ ihm nun zur Seite,
und über unserm lieben Kind
die…

von Robert K. Staege

Leb wohl, mein liebes Kind!

Als man in schwerster Stund‘
Dich still hat fortgetragen,
da konnte ich‘s nicht sagen,
mein Herze war so wund.

Leb wohl, mein liebes Kind!

Du ruhst in Gottes Arm,
bist in…

von Robert K. Staege

Ich wachte auf in finstrer Nacht,
es strahlte hell die Dunkelheit
wie lichte, klare Morgenzeit
in wunderbarer Pracht.

Da so es mich in dieser Nacht
empor aus meinen Träumen riss,
hast Du, o Liebste, ganz…

von Alf Glocker

O Julius – du warst mein Freund.
O Julius, was hast du nur getan?!
Noch einmal seh ich alles an:
du hast's nicht gut mit dir gemeint,
wo bist du jetzt, verrat es mir –
denn meine dunkle Seele weint.
Du hattest…

von Manfred Peringer

wenn der stapel der alten zeitungen zu hoch wird
das herbstlaub vorm fenster flammend leuchtet
weißt du das leben ist nur eine leihgabe ferner hügel

dabei nichts tun als deine hand zu halten die sich anfühlt
wie rohe…

von Sophie Albrecht

Am Grabe eines Mädchens,
das sich selbst den Tod gab

Im Mai 1781

Du – von deinen Schwestern längst vergessen,
Schlummernde! der Keine Thränen gab,
Fremde Hand umpflanzet mit Zypressen,
Armes Mädchen! dir dein…

von Peter H. Carlan

Ich senke die Stirn
und mein Blick
ist schon erdwärts
gerichtet

versiegelt die Lippen
sie halten das Wort
auf der Zunge

es fallen die Lider
sie fangen das Licht
in den Augäpfeln

weit…

von Walter W Hölbling

hast du dich jemals gefragt
wie der tod schmeckt

jetzt?

von Marcel Strömer

Unter dem Eichenbaum
getrennt von jedem Trost
Hier endete
der kollektive Funkenflug
Was glimmend übrig blieb
erlosch taumelnd
im Tränensee

Da sie welkten
fluchten sie ins Unterholz
ihres…

von Thomas Brod

Ich traure still, weine wegen deines Todes

und ich segne weise WORT. Die stille Traene
lauert. Christs Ode – leise, gewinnend Weite –
windet einen Trauerweg, loest leises „dich“,
deine Seele – Geist. Adé tuscheln wir in…

von Robert K. Staege

(Ein Nonsensgedicht)

Du empfahlst dem Fürsten,
nach dem Genuss von Würsten
die Zähne zu bürsten.
So weit, so gut.

Und er sollt‘ auch nicht schlafen
mit der Frau des Grafen.
Tatest dich brüsten,

von Manfred Peringer

ich spüre meine finger und zehen nicht mehr weiß nicht
wie lange ich den kopf noch über wasser halten kann
alle guten gefühle scheinen schon abgestorben zu sein

die tiefe unter mir zupft bereits an den hosenbeinen
saugt…

von Michael Dahm

Gib Dich mir,
denn Du bist mein,
mein' Werkes Zier,
im Mondenschein.

Die Lebenslust,
die Dir gehört,
mir geben musst,
hat mich betört.

Die junge Seel,
im frischen Hauch,
die ich mir…

von * noé *

Der Fährmann bin ich, mit dem Boot,
der Knochenmann, Gevatter Tod,
ich lösche jedes Lebenslicht,
doch ich vernichte Leben nicht.

Ich gebe jedem das Geleit
aus der gelebten Erdenzeit.
Die Glut trag ich mit mir…

von René Oberholzer

Zu Hause
Brennt eine Kerze
Seit 10 Uhr

Im Krematorium
Brennt der Sarg
Mit meinem Vater

Um 11 Uhr
Erlischt die Kerze
Wie von selbst

Es ist windstill
Die Sonne scheint
Ein…

von Flora von Bistram

Ich konnte kaum atmen, zu schwer war die Luft,
im Schweigen erstarrte der Wald,
der Schatten des Todes nahm allem den Duft
es war jedes Tönen verhallt.

Die Sonne verbarg in den Wolken ihr Licht,
ein jegliches Blühen…

von Michael Dahm

Bis zu jenem Tag –
im Strich des Schnitters fallen die Ähren,
bangen hin zum Schlegel,
ob Gut's, ob Schlechtes ihm im Wege lag,
er muss den Acker leeren –
bricht niemals seine Regel.
Er langet hin im…

von Robert K. Staege

All dem Glücke, das wir hatten,
denk’ ich nach auf meiner Bank
hier in eines Baumes Schatten;
meine Seele ist ganz krank.

Wind und Vögel mit mir schweigen,
weil ich gar so traurig bin.
Sanft der Buche Zweige…

von * noé *

Die Kompostierung alles Möglichen
eröffnet uns ungeahnte Bereiche.
So geht es allem Tödlichen,
perspektivisch wohl für jede Leiche.
Man wundert sich, doch bleibt man stumm
als Einzelindividuum.

Ganz sicher…

von Alf Glocker

Die Maske des Schreckens glotzt aus der Tiefe
einer bleischweren Stunde, direkt in mein Herz.
Der Horizont wabert und brennt, weit, lichterloh!
Das ist der Tod – er lockt und schreibt schiefe
Gedanken in Phantasien, wobei…

von Bân Gîl

Wenn der Rabe ruft
trägt er mein Herz voran
vom Frost zerfressen
Ein heiserer Schrei

Wenn der Rabe ruft
trägt er meinen Körper voran
eingefroren
Ein heiserer Schrei

Wenn der Rabe ruft
trägt…

von Uwe Röder

Wenn ich sterbe,
dann noch einmal
an dich denken
und verstehn
das Schönste
meines Lebens.

In die Kälte
mit hinüber
nehmen
deines Herzens Wärme.
Dann noch einmal
lächeln dürfen…

von J.W. Waldeck

es atmet Finsternis doch leuchtet dabei

keine Tempelhure
die Sünden vereint

von reiner Natur
von keiner vergangenen Spur

Urknall aus einem Wahnsinnsschrei!

keine Gottessure
kein fensterbreit

von Michael Dahm

Unterm Friedhofsstein
liegt Menschengebein
Nicht nur zum Schein.

Als es noch lief
Im weltlichen Mief
Da war es Steve.

Nun ist er tot
Steht nicht mehr im Lot.
In Grabes Gebot

Da geht er hin…

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