Tod ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

Bild einer schwarzen Rose

Der Tod hat viele - auch grausame - Gesichter. Und doch gehört er zum Leben. Hier finden Sie Texte zu diesem Thema.

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 238 Texten in dieser Kategorie
von Marcel Strömer

Sie sagen
es gäbe keine Engel
die letzten wären 1945 ermordet
und in Stahlfederbetten in Liebe verblutet

Sie sagen
im Engel Drachen Streit
mußten sie dem gelben Stern folgen
sichtbar auf der linken…

von Axel C. Englert

DIENSTANWEISUNG?! Für MICH?! Nein!
Das muss ein MissVERStändnis sein …
Schließlich bin ICH ja der TOD –
Kein blutiger Anfänger-Idiot …

Ewig schon bin ICH ein PROFI!
Und kein Amateur und Doofi!
Duch MICH würde…

von Tizian Arold

Wir sind ein Schemen in der Zeit
Wie eine zarte Blüte die vergeht
Ein Gedanke ist, was von uns bleibt
Schließlich wird auch er verweht

Es ist einzig das, was uns bestimmt
Das Alles mal ein Ende nimmt

von Uwe Röder

Sind zwei Ungeheuer,
Alter und der Tod.
Siehst du rot das Feuer,
ist kein Abendrot!

Dicke Freunde sind sie,
aber deine nicht,
du bist nur ihr Schlachtvieh,
sind auf dich erpicht.

Schleichend ihr…

von Wolfgang Borchert

Wenn ich tot bin,
möchte ich immerhin
so eine Laterne sein,
und die müßte vor deiner Türe sein
und den fahlen
Abend überstrahlen.

Oder am Hafen,
wo die großen Dampfer schlafen
und wo die Mädchen…

von Marcel Strömer

Wenn mich des Herzens Sonnenlicht verschattet
ganz welk und schwer, wie eine Rose die verblüht
die ihren allerletzten Wunsch gestattet
entlockter Treueschwur sanft Todesduft versprüht
dann will ich, jeder Bitterkeit…

von Michael Dahm

Gib Dich mir,
denn Du bist mein,
mein' Werkes Zier,
im Mondenschein.

Die Lebenslust,
die Dir gehört,
mir geben musst,
hat mich betört.

Die junge Seel,
im frischen Hauch,
die ich mir…

von Thomas Brod

Ich traure still, weine wegen deines Todes

und ich segne weise WORT. Die stille Traene
lauert. Christs Ode – leise, gewinnend Weite –
windet einen Trauerweg, loest leises „dich“,
deine Seele – Geist. Adé tuscheln wir in…

von Robert K. Staege

Ich wachte auf in finstrer Nacht,
es strahlte hell die Dunkelheit
wie lichte, klare Morgenzeit
in wunderbarer Pracht.

Da so es mich in dieser Nacht
empor aus meinen Träumen riss,
hast Du, o Liebste, ganz…

von Michael Dahm

Geduckt im Schutz der Düne,
gegerbt von Sturm und Sühne,
gepeitscht von Meer und Sand,
steht es am schroffen Rand.

Runde Gläser sehen das Meer,
doch hindurch sieht niemand mehr,
altes Schilf auf salz´gen…

von Alf Glocker

O Julius – du warst mein Freund.
O Julius, was hast du nur getan?!
Noch einmal seh ich alles an:
du hast's nicht gut mit dir gemeint,
wo bist du jetzt, verrat es mir –
denn meine dunkle Seele weint.
Du hattest…

von Manfred Peringer

wenn der stapel der alten zeitungen zu hoch wird
das herbstlaub vorm fenster flammend leuchtet
weißt du das leben ist nur eine leihgabe ferner hügel

dabei nichts tun als deine hand zu halten die sich anfühlt
wie rohe…

von Walter W Hölbling

hast du dich jemals gefragt
wie der tod schmeckt

jetzt?

von Robert K. Staege

(Ein Nonsensgedicht)

Du empfahlst dem Fürsten,
nach dem Genuss von Würsten
die Zähne zu bürsten.
So weit, so gut.

Und er sollt‘ auch nicht schlafen
mit der Frau des Grafen.
Tatest dich brüsten,

von Annelie Kelch

Junges Herz in Not
Kerze – ausgeweht
Vormittags - schon spät
sprang sie in den Tod.

War kein schöner Tag:
diesig, leer und grau.
Wie sie auf dem Gehsteig lag
weiß ich noch genau.

Später die rote…

von Robert K. Staege

Leb wohl, mein liebes Kind!

Als man in schwerster Stund‘
Dich still hat fortgetragen,
da konnte ich‘s nicht sagen,
mein Herze war so wund.

Leb wohl, mein liebes Kind!

Du ruhst in Gottes Arm,
bist in…

von Sophie Albrecht

Am Grabe eines Mädchens,
das sich selbst den Tod gab

Im Mai 1781

Du – von deinen Schwestern längst vergessen,
Schlummernde! der Keine Thränen gab,
Fremde Hand umpflanzet mit Zypressen,
Armes Mädchen! dir dein…

von Marcel Strömer

Unter dem Eichenbaum
getrennt von jedem Trost
Hier endete
der kollektive Funkenflug
Was glimmend übrig blieb
erlosch taumelnd
im Tränensee

Da sie welkten
fluchten sie ins Unterholz
ihres…

von Peter H. Carlan

Ich senke die Stirn
und mein Blick
ist schon erdwärts
gerichtet

versiegelt die Lippen
sie halten das Wort
auf der Zunge

es fallen die Lider
sie fangen das Licht
in den Augäpfeln

weit…

von René Oberholzer

Zu Hause
Brennt eine Kerze
Seit 10 Uhr

Im Krematorium
Brennt der Sarg
Mit meinem Vater

Um 11 Uhr
Erlischt die Kerze
Wie von selbst

Es ist windstill
Die Sonne scheint
Ein…

von Willi Grigor

Auf felsigkarger Höh er steht,
die Wand fällt steil hinab.
Der Wind ihm kühl ins Antlitz weht,
der Aar setzt an, hebt ab.

Er folgt des Adlers Flug gebannt,
sein Schweben nach dem Fall.
Der Sturzflug längs der…

von Robert K. Staege

Du großer Gott, halt’ dieses Kind
voll Liebe und Erbarmen,
für Zeit und Ewigkeiten lind
in Deinen Vaterarmen!

Die Engel, die im Himmel sind,
die stell‘ ihm nun zur Seite,
und über unserm lieben Kind
die…

von Manfred Peringer

ich spüre meine finger und zehen nicht mehr weiß nicht
wie lange ich den kopf noch über wasser halten kann
alle guten gefühle scheinen schon abgestorben zu sein

die tiefe unter mir zupft bereits an den hosenbeinen
saugt…

von Michael Dahm

Was nützt was man im Leben macht
am Ende vor dem tiefen Schacht
in den wir alle fahren werden
nach unserem Aufenthalt auf Erden.

Wenn sich einst der Deckel schließt
und auf dem Grab der Rasen sprießt
dann…

von * noé *

Der Fährmann bin ich, mit dem Boot,
der Knochenmann, Gevatter Tod,
ich lösche jedes Lebenslicht,
doch ich vernichte Leben nicht.

Ich gebe jedem das Geleit
aus der gelebten Erdenzeit.
Die Glut trag ich mit mir…

von Alf Glocker

Die Maske des Schreckens glotzt aus der Tiefe
einer bleischweren Stunde, direkt in mein Herz.
Der Horizont wabert und brennt, weit, lichterloh!
Das ist der Tod – er lockt und schreibt schiefe
Gedanken in Phantasien, wobei…

von Uwe Röder

Wenn ich sterbe,
dann noch einmal
an dich denken
und verstehn
das Schönste
meines Lebens.

In die Kälte
mit hinüber
nehmen
deines Herzens Wärme.
Dann noch einmal
lächeln dürfen…

von Benedikt S

"Warum sollte ich die Toten respektieren, wenn diese mich doch, beim Versuch mit ihnen zu reden, ignorieren "

von Flora von Bistram

Ich konnte kaum atmen, zu schwer war die Luft,
im Schweigen erstarrte der Wald,
der Schatten des Todes nahm allem den Duft
es war jedes Tönen verhallt.

Die Sonne verbarg in den Wolken ihr Licht,
ein jegliches Blühen…

von Michael Dahm

Bis zu jenem Tag –
im Strich des Schnitters fallen die Ähren,
bangen hin zum Schlegel,
ob Gut's, ob Schlechtes ihm im Wege lag,
er muss den Acker leeren –
bricht niemals seine Regel.
Er langet hin im…

von Bân Gîl

Wenn der Rabe ruft
trägt er mein Herz voran
vom Frost zerfressen
Ein heiserer Schrei

Wenn der Rabe ruft
trägt er meinen Körper voran
eingefroren
Ein heiserer Schrei

Wenn der Rabe ruft
trägt…

von Brigitta Wullenweber

Ich suche dich
im geschlossenen Sarg, auf den ich schaue,
in den Dingen, die ich in deiner Wohnung finde,
in den Worten, die du schriebst,
in den Fotos, die du machtest.

Ich suche dich
in den Worten der…

von Marcel Strömer

Seine Augen
wie sie welken
und die Blicke
werfen Schatten
gedenken ihr
in allerhöchster Not

Ihn trug der Atem
zu ihren Welten
soll erhalten
das Verlangen
den Hoffnungschimmer
die…

von * noé *

Die Kompostierung alles Möglichen
eröffnet uns ungeahnte Bereiche.
So geht es allem Tödlichen,
perspektivisch wohl für jede Leiche.
Man wundert sich, doch bleibt man stumm
als Einzelindividuum.

Ganz sicher…

von René Oberholzer

Kein Wort
Über das Familiengeheimnis
Kein Wort
Über den Krieg
Kein Wort
Über den Grossvater
Kein Wort
Über die Wehrmacht
Kein Wort
Über die jüdische Grossmutter
Kein Wort
Über die…

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