Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von René Oberholzer

Ich liebe dich
Sagte sie in drei Anläufen
Ich dich auch
Sagte er in einem
Und starrte
Auf den verschneiten Tannenwald

von René Oberholzer

Der Patient im Wagen
Ist über 60
Die Rettung stockt
Bei der Ausfahrt
Ein platter Reifen

Mutwillig zerstochen
Die Luft ist draussen
10 Minuten Verzögerung
Der Patient stirbt
Die Polizei…

von René Oberholzer

Mit der Schönen auf den Schönenberg
Mit der Biene auf den Bienenberg

Mit dem Engel auf den Engelberg
Mit der Schwarzen auf den Schwarzenberg

Mit der Wilden auf den Wildberg
Mit der Spitzen auf den Spitzberg

von René Oberholzer

Das neue Jahr
Spaltet die Glocken

Verlassen steht der Turm
Hinter den Sandkästen

Wer schreit das Chaos
In den Winter

Sag bist du es

von Michael Jörchel

Die Zeit des Herbstes
lädt uns ein,
über uns nachzudenken,
über das,
was gewesen ist
über das,
was noch sein wird,
welche Rechnungen
wir noch begleichen können,
oder
welche Rechnungen…

von René Oberholzer

Die grüne Schirmakazie
Zum Wasserfleck geworden
In der glühenden Sonne
Unter dem dicken Pinsel
Mit seinen gläsernen Tränen
Geschwollen und schwer
Auf das graue Blatt geweint

Überlebt am unteren Rand…

von Mara Krovecs

Beginnende Sommernacht
Blüten tropften schwer
Gießkanne in meiner Hand
Füße im nassen Gras
pfeilschnell schoss sie
am alten Haus entlang
in den Efeuwald
zwischen die Weinranken
Libelle, dachte ich…

von René Oberholzer

In dieser Ortschaft
Gibt es keine Häuser
Keine Menschen
Nur eine Ortstafel

In diese Ortschaft
Kehre ich zurück
Wenn ich ihren Namen
Nicht mehr buchstabieren kann

von René Oberholzer

Sie hat ihren Garten
Mit Männern angepflanzt

Wenn sie blühen
Wird sie die Männer pflücken

Wenn sie kompostiert sind
Wird sie die Erde verkaufen

von René Oberholzer

Der Regen setzt ein
Und verwischt deine Spuren

Hinter der Scheibe
Im wegfahrenden Auto

Deine winkende Hand
Löst sich allmählich auf

Wird zu frischer Farbe
Auf meiner inneren Leinwand

Und…

von Michael Perkampus

Ich zog die eigentlich schwere Haut an, den Mantel der Jahre, die ich noch kannte. Ich kann Lippen abwarten, ich kann langsamen Duft verstehen; kann auch von einem Fieber überrascht werden, das in einem Gegenüber Furchen zieht.
Du (und ich…

von René Oberholzer

Von Norden her schichten sich Wolken übereinander
Das Blau des Himmels macht sich davon

Im Tal unten knallt es bereits für den Feiertag
Zwischen den Bäumen tuschelt der Wind

Ich steige noch höher und höher
Bis der…

von Mara Krovecs

6.15 Uhr - das licht des mondes
im fenster noch traum
im bad knistert kaffee
ein knoten bis zu den füssen
vergiss den brief nicht
einzustecken ist schwer
worte gesagt - wiegen
weiter sonst sind die uhren…

Rezitation:
von René Oberholzer

Der Hund an der langen Leine
Am Abgrund ausgerutscht
Hängt in der senkrechten Wand

Der nichtsahnende Blinde sagt
Alfie zieh nicht so
Ich komm ja schon

von René Oberholzer

Ohne Frühstück gehe ich
Morgens nicht aus dem Haus

Heute gab es Metaphern
Sie schmeckten mir nicht

So öffnete ich das Gefrierfach
Und taute schnell neue auf

von René Oberholzer

GEGENVERKEHR steht auf der Tafel
BITTE VORSICHTIG FAHREN

Nur ich wünsche mir
Einen richtigen Zusammenstoss

Am liebsten 1 Meter 70 gross
Mit kurzem schwarzem Haar

von René Oberholzer

Mit dem Zeichenblock in der Hand
Sitze ich am Strand und blättere

Die Fahne über dem Restaurant
Tanzt im aufkommenden Wind

Sie hatte luftiges Haar
Und einen sinnlichen Mund

Die Zeichnung liegt Jahre…

von René Oberholzer

Über die Strasse gingen wir zu viert
Und liessen uns fotografieren

Später waren wir noch zu zweit
Und dachten an GOLDEN SLUMBERS

Vor dem Fotografen und seinem Auge
Gehe ich jetzt alleine über die Strasse

von Frank Tegenthoff

Als ein neuer Tag in Homers Dichtung gewebt. Aus Ilias Träumen entführte Geliebte,zum Olymp der Walküre. Aus einer ewigen Nacht kommen euphorische Elogen. Bacchus hatte seine Trauben in Wein verwandelt. Seine Unsterblichkeit ertrank im…

von Peter H. Carlan

Nimm hin
mein aus fliehenden Fäden
geflochtenes Träumen,

das in einsamen Kreisen
der Leere verglüht

Nimm hin, mein Herz,
nimm hin!

Nimm hin
mein aus spiegelnden Wassern
geschnittenes Hoffen…

von René Oberholzer

Ich bin gerne in Belgien
Sagt sie
Und als ich sie frage
Ob sie Heimweh habe
Sagt sie
Nein ich telefoniere
Jeden Tag
Mit meiner Familie
In Mexiko

von René Oberholzer

Hinter dem Nebel
Sagte sie
Bist du

Und ich dachte schon
Sie hätte damit
Die Sonne gemeint

von René Oberholzer

Das Rosenheim in Rosental
Am Rosenmontag

Rosmarie Rosenmund
Auf Rosen gebettet
Rosenkavalier Rosenfeld
Mit Gürtelrose
Zur Rosenhochzeit

Pfarrer Rosenkranz
Im Namen der Rose
Ich versprech dir…

von Marcel Strömer

Ich halt mich fest an dir, du reumütiges, von Stille umgebenes Schweigen - nicht der Verstummtheit oder irgendeiner Furcht zuliebe, sondern aufgrund deiner - aus der Tiefe gehobenen Einsicht und deren Logik - die Lehre der kraftvollen Einsamkeit…

von René Oberholzer

Die Fenster
Zur Unterwelt
Aufstossen
Die Kerzen
Erneuern
Und noch
Tiefer
Steigen

von René Oberholzer

Astrud Gilberto begleitet mich
Durch die sternenklare Nacht
Auf den kurvenreichen Landstrassen
Zu Dir meiner kurvenreichen Landkarte
Und flüstert mir immer wieder zu
Gib Gas aber ganz sacht

von Michael Jörchel

Wie ein Türsteher
versperren meine Selbstzweifel
den Eingang zu meinem Leben.

Komplimente
und Freunde, die es gut mit mir meinen
wird der Einlass verwehrt.

Stattdessen haben Kritik
und Menschen, die…

von Oliver S

Ihre kleine Gestalt im Kontrast meines kräftigen Körpers;
Eisschollen treiben verwirrt die Küste entlang;

Lidschläge gipfeln in Ewigkeiten;
Am Horizont der einsame Schein des Leuchtturms;

Die kleinen Grübchen wenn sie…

von René Oberholzer

Ich bin Schweizer
Nicht zu gross
Nicht zu klein
Hochkarätig
30 mal neutral
100 mal verschwiegen
Frei
Um mich Europa

von bernd tunn tetje

Schaust auf das Meer.
Horchst der Stille.
Sitzt am Strand.
Gelassener Wille.

Wasserzungen lecken
mit sanften Schwung.
Kommen und gehen
wie die Erinnerung.

Die Haut liebkost
vom weichen Wind…

von René Oberholzer

Da war dieser Morgen
Der mit seinen kalten Fingern
Die Autoscheiben berührte

Da waren diese Lippen
Die nur eine halbe Armlänge
Von einem Kuss entfernt waren

Da waren diese Tränen
Die vor lauter…

von René Oberholzer

Die Hügel
Gegen das Meer getauscht
Und die Berge darauf gelegt
Für den Wind in meinem Haar

von Heiner Brückner

Du beruhigende Stille,
schweige dich aus.
Deine Stummheit ruft
aus dem Lärmberg zu mir,
unter dem deine Stimme verschüttet liegt.

In der Scherbe des Tonkruges knistert
die erhärtende Hitze des Brennofens,…

von René Oberholzer

Du stehst im Pullover
Wie gelähmt am Geländer

Der Abschied an der Treppe
Verwässert Deine Augen

Ich betrete leise die Nacht
Ihre Schatten fressen uns auf

von René Oberholzer

An jenem Morgen
Brachte er
Das Fenster nicht auf

An jenem Morgen
Brachte er
Das Fenster einfach um

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