Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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Beitrag 2416 - 2444 von insgesamt 2444 Texten in dieser Kategorie
von Mara Krovecs

Beginnende Sommernacht
Blüten tropften schwer
Gießkanne in meiner Hand
Füße im nassen Gras
pfeilschnell schoss sie
am alten Haus entlang
in den Efeuwald
zwischen die Weinranken
Libelle, dachte ich…

von René Oberholzer

Die Weltkugel
Im Visier der Zeit

Eine Kugel
Trifft irgendwann

Todsicher

von Heiner Brückner

Siege, mein Sohn,
sind der Kriege Lohn.
Begrabe die Krieger.

Begrabe auch Kriege,
mein Vater,
sie sind des Friedens Tod.

von I.J. Melodia

Ihr habt mich verloren
irgendwo zwischen Jugend
und der ersten Liebe
Vielleicht war ich es aber
der damals davonlief
Wer kann das schon sagen
Doch nun trennen uns Gedanken
und ein dichter Wald

von Mara Krovecs

6.15 Uhr - das licht des mondes
im fenster noch traum
im bad knistert kaffee
ein knoten bis zu den füssen
vergiss den brief nicht
einzustecken ist schwer
worte gesagt - wiegen
weiter sonst sind die uhren…

Rezitation:
von René Oberholzer

8 Jahre sass sie im Gemeinderat
8 Jahre im Kantonsrat
8 Jahre im Nationalrat
8 Jahre im Ständerat
8 Jahre im Gefängnis
Jetzt muss sie wieder gehen lernen

von Michael Jörchel

Je älter ich werde
umso intensiver blicke ich in den Spiegel .
Ich sehe nicht mehr nur meine Oberfläche.

Ich sehe in meine Seele.
Ich sehe mein Leben.

Ich sehe jedes Kapitel dieses Lebens.
Manche sind für…

von Eva Klingler

Hab mit Farben getupft,
dort und da ein Blatt gezupft.
Dann in meinem Übermut,
verblasen sogar einen Hut.

Nun in meiner Kraft,
vollende was Sommer nicht geschafft.
Lass noch schnell reifen,
die Fröste…

von Peter H. Carlan

Im November
wechselt die Schicht um sechs.
Dann fährt die Sonne ein
in den Schacht.

Die Kohlenhalden
steigen in den Himmel
und die Novembernacht
frisst die Fördertürme.

Im flackernden Licht

von Peter H. Carlan

Nimm hin
mein aus fliehenden Fäden
geflochtenes Träumen,

das in einsamen Kreisen
der Leere verglüht

Nimm hin, mein Herz,
nimm hin!

Nimm hin
mein aus spiegelnden Wassern
geschnittenes Hoffen…

von René Oberholzer

Du hast den Mond
Der wieder am Zunehmen ist
Zurechtgebogen

Ich warte auf den Vollmond
Dann werde ich in deinen Garten springen
Und wie eine Eule über deinem Gesicht wachen

Ich werde eine Nachtigall sein…

von Mark Read

Ich sehe Dinge, Andere sehen sie nicht.
So ist das nun einmal auf dieser Welt.
Das hat nichts mit Geistern zu tun.
Eher mit Wahrnehmungsunterschieden.

Ich sehe die Welt mit eigenen Augen, Andere tun es nicht
So ist…

von W. Löffler

Über der Zeit steht die Ewigkeit
Die Ewigkeit ist geprägt von der Gegenwart.
Die Gegenwart ist immer da - nicht vergänglich.

Entsprungen aus der Ewigkeit
ist mit dem Urknall auch die Zeit.
Die Ewigkeit ist…

von Peter H. Carlan

der widerschein des feuers
war die morgenröte

als die fassbomben fielen ...

... fingen die stunden
all deine tränen
in einer hohlen hand

... fasste die furcht
deinen gehaltenen atem
leise beim…

von Marcel Strömer

Ich halt mich fest an dir, du reumütiges, von Stille umgebenes Schweigen - nicht der Verstummtheit oder irgendeiner Furcht zuliebe, sondern aufgrund deiner - aus der Tiefe gehobenen Einsicht und deren Logik - die Lehre der kraftvollen Einsamkeit…

von René Oberholzer

Kürbissuppen schmecken immer nach Kürbis
Spargelsuppen immer nach Spargeln
Tomatensuppen immer nach Tomaten
Buchstabensuppen schmecken immer nach dir und mir

von Monika Laakes

Möcht‘ mich erinnern an jene Gassen
aus plattgewalzter Erde, wo der Wind
seinen staubigen Tanz drehte, erinnern
an straßendeckende Träume aus Linien,
geheimen Zeichen, geschaffen von
Kinderhand, mit abgerissenen…

von René Oberholzer

In der Milde des Herbstes
Einen neuen Gipfel erwandern
Und dabei Schweiss absondern
Das ist keine Poesie

In der Milde des Herbstes
Einen neuen Gipfel erwandern
Und dabei Hungergefühle entwickeln
Das ist…

von bernd tunn tetje

Schaust auf das Meer.
Horchst der Stille.
Sitzt am Strand.
Gelassener Wille.

Wasserzungen lecken
mit sanften Schwung.
Kommen und gehen
wie die Erinnerung.

Die Haut liebkost
vom weichen Wind…

von René Oberholzer

Veröffentliche keine Gedanken
Und keine Gefühle
Nur deine Geschichten
Und erzähle sie oft
Und immer wieder anders
Bis niemand mehr weiss
Wer du wirklich gewesen bist

von René Oberholzer

Auf dem Gipfel sehe ich
Dich und mich klarer

Bleiben wir doch hier oben
Bis der Herbst zu Ende ist

von René Oberholzer

Mit dir urlauben
Auf der Insel
Im herzförmigen See

Dabei die Nähe ausloten
Und dich umarmen
In einem Ruderboot

Dabei die Wolken studieren
Und sie interpretieren
Bis Regen aufzieht

Dann…

von Mara Krovecs

Ich hol Holz - du liebstes Wesen
denn draußen heult der Wind
und später werden wir - ach und
eh ich’s vergesse - setz doch grad mal
das Teewasser auf - mmhhh
Blaubeerentee hab neue
Mammutfellpantoffeln gekauft…

von W. Löffler

Zeit!
Der Urknall!
Die Geburt der Zeit!
Die Zeit ist da.
Wer sagt uns, wo sie gestern war?
Die Zeit ist Grundlage des Lebens
und alles and're wär' vergebens.
Die Zeit ermöglicht Gegenwart
und ebenso…

von René Oberholzer

GEGENVERKEHR steht auf der Tafel
BITTE VORSICHTIG FAHREN

Nur ich wünsche mir
Einen richtigen Zusammenstoss

Am liebsten 1 Meter 70 gross
Mit kurzem schwarzem Haar

von René Oberholzer

Der Hund an der langen Leine
Am Abgrund ausgerutscht
Hängt in der senkrechten Wand

Der nichtsahnende Blinde sagt
Alfie zieh nicht so
Ich komm ja schon

von Martin Gehring

Das Leben ein Auto
vor sich hergeschoben
mit angezogener Bremse
Warum alles oder etwas
Das Heute ist morgen
auch noch dringend
Aufschübe wegdelegiert
Geschlossene Augen
garantieren Unsichtbarkeit…

von René Oberholzer

Rennen und rennen
Aber der Schmerz
Überholt mich

Als ich im Ziel ankomme
Steht der Schmerz da
Und lacht mich aus

von Monika Laakes

Siehst du
am Bordstein
das braunzerfallene Blatt
von Glanzpartikeln
durchwoben?

Siehst du
auf der Straße
die Pfütze im
Asphaltloch von
hüpfenden Lichtern
übersät?

Siehst du…

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