Rote Seifenblasen in der Nacht 03/19

von Valeria Frank
Mitglied

Rote Seifenblasen wirbeln
in greller Dunkelheit umher.
In den malerischen Gossen
regt sich kein Leben mehr.
Hast mich liebevoll erschossen,
es unter Tränen sehr genossen,
wie mein Blick gen Erde ging.
Oh du lang geliebter Feind,
wie dein Verrat mich amüsiert.
Chapeau! – für diesen Mord,
für deinen Mut, dein letztes liebes Wort.
„Schlampe“ war es, glaube ich,
seh noch das Lächeln in deinem Gesicht.
Hast mich geliebt, im nächsten Moment gehasst;
mir zart an die Wange gefasst
und mich gleichzeitig gewürgt.
„Peng“ – das war das Bein,
wie im Tanze knickt es ein;
der nächste durchdringt direkt das Herz
und der Blick geht bodenwärts.
So viel herrliches Blut
entströmt meinem Körper,
doch das siehst du nicht in deiner Wut.
Schlenderst gehetzt die Straße hinunter
und ich liege hier in meinem Saft,
und bin entzückt, mitunter,
über das Grauen, das mich erfüllt.
Der Anfang vom Ende.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

17. Mär 2019

Hass-Liebe: wenn Widersprüchliches sich anzieht. Das gibt es, wie Dein eindrückliches Gedicht gekonnt aufzeigt.

Liebe Grüße
Ella

18. Mär 2019

Vielen lieben Dank für diesen wertschätzenden Kommentar, liebe Ella! :)
Liebe Grüße, Valeria