VOLLMOND 03/09

von Valeria Frank
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DAS SCHAUSPIEL BEGINNT.
DER MOND SCHEINT HELL;
KEIN STERN STEHT AM HIMMEL.
TIEFES SCHWARZ, DAS ALLES ANDERE UMHÜLLT.
SCHWARZ, DAS DIE ERDE VERSCHLINGT.
WEIßE SCHLEIER,
GEHEIMNISVOLL, LAUTLOS UND FURCHTERREGEND,
VERSCHLEIERN DEN MOND, SO DASS MAN IHN NICHT MEHR SEHEN KANN.
DIE WOLKEN NEHMEN DIE FORM EINES DRACHEN AN
UND WANDERN SO WEIT,
DASS MAN DEN MOND IN DER LEEREN AUGENHÖHLE DES MONSTERS ERKENNEN KANN.
KEIN WIND WEHT,
KEIN REGENTROPFEN FÄLLT.
LAUTLOSES SCHAUSPIEL.

DER VOLLMOND, DER DIE NACHT ERHELLT,
WÄHREND DIE WELT LEISE ZERFÄLLT.

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