Der Waldgang I

Bild von dichterausPolen1
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Der Waldgang im Julmond

Ein Wald neben Frankfurt an der Oder war gestern schön. Im Nebel waren Bäume märchenhaft so wie in einem Zauberhain, der von Herkulestränen versilbert wurde. Mit Gefühlen möchte ich diesen Zauber spüren. Eine helle Sonne machte den Nebel golden. Im Nebelwald ist der Wald fabelhaft. Eine Fee aus Sternen hat ein Sternchen mit dem Waldgeist in die ewigen Bäume verwandelt. die wie ein Geisterstern silbern wurden. Ein Sternchen heißt Päwelchen.
Ich denke ab und zu an einen Wald, der zauberhaft und urschön, wie ein lila Naturgeist, ist. Ich gehe manchmal vorbei und träume von diesen Jahren, als ich - das Kind Waldspuren mit einer Sehnsucht fand. Ich suchte nach uralten Geheimnissen, die von Eichen kamen. Kiefern grüßten mich damals so wie der beste Freund und sie haben mich wohl vergessen. Ihre Pflanzengedanken gerieten in Vergessenheit mit meinen Knabenjahren, deren wunderschöne Zeugen die Kiefern waren. Nur ein Rauschen des alten Baumes ist meinem Seelenlied nah. Ein Vogelgesang ist der gleiche seit jeher. Er dauert immerfort, wiewohl die Jahre so wie eine wilde Windberührung blitzschnell vergingen. Ich verspüre die Schönheit des Waldes tief in einer blumigen Wüste
des Geistesherzens, die grenzenlos prächtig, wie ein, mit goldenen Pinseln bemaltes Bild eines Romantiker-Malers, ist. Ich lebe in einem samtenen Wahnsinn der Träume von allen Seelenfeuern.
Ein Gipfel der Freiheit ist schon in mir drin. Du kannst ihn nehmen und mit Freundlichkeit
mit andren Menschen von einer Sternenliebe träumen und singen. Ich suche schon nach einem Nest von einem Raubvogel, der seine Kraft bei einem Baumkummer verlor. Ich betrete sandige Wege im Hain, die bis hin zum Tierlebensraum führen. Ich bin ein Gast der in Träumen der Vergangenheit versunkenen Zeiten. Ich suchte Wölfchenzauberspuren in Liebe hoffnungsvoller und heller Eichhörnchen oder im Rauschen der Bäume. Ich bin voll von einer Freundlichkeit erfüllt, aber diese wird mir von der herrlichen Wildheit des Waldes weggenommen. Ja am Rande des Waldes ist eine Waldlichtung, die ich als Knabe besuchte. Vielleicht tanzen hier Vögel beim lachenden Herbstsonnenschein. Sie schwärmen von einer Sternenwonne oder von einem angefachten Gletscherfeuer, das wonnetrunken ist und es glüht ja vor Liebe. Dicht an der Waldlichtung berührt mich der Sonnenerfüllungstraum. und ein Reh mit seinen Kindern findet hier eine Ruhe in einer Ewigkeit. Abendlich begrüßt der Wind die Luft voll von Funken einer Zauberei. Die Natur gibt mir immer die Kraft und der Wald ist ihre Spur. Schau! Du kannst die Kraft mitnehmen und mit anderen Menschen vom Sonnenschein träumen. Ein Traum für immer – ein Wahnsinn des Waldes ist nur ein Herzensspiegelschein der bildschönen Natur.