Die Zeit als U(h)rgewalt

von Lea Boheme
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Sie schreitet beständig voran und dreht sich nie um,
Kein Mensch hielt sie je an um sie zu fragen, warum.
Läuft ausdauernd weiter, macht die Tage zur Nacht,
Sie ist überall, hier als Zehn, kurz vor Elf, da als Acht.

Jeder will sie sich nehmen – doch keiner weiß, wie sie tickt,
und bettelt drum, dass er mehr von den Zeit-Losen kriegt.
Rinnt mal wie Sand durch die Hände, dann hat man sie satt,
am Ende schlägt man sie tot, wenn man zu viel von ihr hat.

©Leoquentin

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Kommentare

20. Dez 2019

Mit 40 glaubte ich, dass wir ALLES im Griff haben und die ZEIT mich NICHTS angehen würde.
Heute bin ich "67" und weiß nur zu gut - aus dem gesellschaftlichen Leben rausgeflogen zu
sein. Ich bedauere es nicht. Ich weiß: Es ist so !!!
Herzliche Adventsgrüße
Olaf