Einsam

von Greta D.
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Endlose Stunden
Gähnen lautlos
Gedanken ersticken
In Nebelschwaden
Fragen verstummen
Lachen verlernt
Dröhnendes Schweigen
Erschlägt Lebenslust

Kalt frisst die Einsamkeit
blutende Furchen
Ins lautlos schreiende
Stoisch hämmernde
Herz

© Greta D.

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Kommentare

02. Jun 2018

genauso fühlt es sich an, liebe Greta.

Herzliche Grüße, Susanna

04. Jun 2018

Manchmal kann man aus der Einsamkeit Kraft/Energie tanken. Nach dem Motto: Nur raus aus dem Trott! Natürlich soll das kein Dauerzustand werden - denn wir brauchen unser Gegenüber als Reflexion und Austausch. Ich bin als Mensch sowohl als auch ein Einzel- und ein Gemeinschaftswesen. Wir brauchen Nähe und Distanz. Wir brauchen einander und vorallem miteinander.. LG

04. Jun 2018

Ja, diese Einsamkeit kenne ich auch. Vor 23 Jahren habe ich dazu mal was geschrieben. Ich suche gern diese Form der Einsamkeit, die du meinst. Aber in meinem Gedicht beschreibe ich die unfreiwillige Einsamkeit, die kaum aushaltbare Einsamkeit, wenn man sich nach einem Gegenüber sehnt.
LG Greta

05. Jun 2018

Das zerreisst einem fast das Herz - kaum auszuhalten. Die unfreiwillige Einsamkeit ist, wie du sie beschreibst, nicht wünschenswert. Gefühle, schwer zu ertragende Gefühle sind wie Karussellfahrten - auch wenn das jetzt platt klingt. ( Ich hab in meinem Text ,,Seelenkarussell" so ein ähnliches Gefühl beschrieben) LG