Wir sind eben so

von Marcel Strömer
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Wir ertrinken in der Nacht
Dürsten nach Wissen
Und hungern nach Macht
Wir planen den Luxus
Die Karriere, die Pfade
Leise baden wir Kummer
Bekämpfen die Schmerzen
Gut im Benebeln der Sinne
Wir sind nur Menschen
Ach wie schade

Wir fürchten um Kriege
Beim Zählen der Siege
Und stören den Frieden
Wir verschränken die Arme
Und sehen kein Ziel
Wir drohen und schimpfen
Meine, deine, unsere Rechte
Wir verlangen zuviel
Wir sind nur Menschen
Welch faules Spiel

Wir triumphieren heimlich
Denn Siegen ist schön
Wir sind stolz, manchmal peinlich
Tanzen gern um goldene Kälber
Den Jubel anderer erspüren
Das Echo empfangen
Um ein Stück Glück zu teilen
Gestern jung, heute alt
Wir sind nur Menschen
In jeder Gestalt

Wir suchen die Liebe
Und finden sovieles
Stehen oftmals auf der Kippe
Zwischen hier und dem Hass
Wir strafen jene
Für unsere Schwächen
Um uns sicherer zu fühlen
Wo Einsamkeit am grössten ist
Ätzen gegen das Unbekannte
Wir sind nur Menschen
Was für ein Mist

Wir fürchten die Lehren
Wir wissen so vieles
Und wissen fast nichts
Wie stark bebt die Masse
Brüllt Schwache gern nieder
Statt sie zu behüten
Manch einer wäre froh
Wir sind nur Menschen
Wir sind eben so

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