Hinterhöfe

Bild von Daniel Büttrich
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Es legt sich auf die frühe Zeit die Heiterkeit, die Heiterkeit,
Wasser fließt unter Brücken, zwischen Brettern, in den Lücken.
Was ich fühle bleibt bei mir, damit ich´s nicht im Fluss verlier´,
und dann endet alles im Verkehr, im Klimastreik, wird populär.

Es schaut so aus, als ob es schmeckt, und es ist nur ein Projekt,
die Bänke sind, frisch gestrichen, auf ferne Inseln ausgewichen.
Die frühe Zeit ist gekommen, ich habe ihren Ruf vernommen,
E-Scooter, Jogger und der Park, der eben noch im Dunkeln lag.

Freilaufende Hunde, Menschen an der Leine, ein Tattoo, alleine,
Graffiti an Wänden, Digitales in Händen, Leute, die Botschaften versenden,
wichtige Termine checken, Zähne blecken, sich nach Geld und Ansehen strecken,
Millionen Sätze sind gesprochen, ein Satz ist eigensinnig, ungebrochen.

Die frühe Zeit führt meinen Weg auf einen abseitigen Steg,
vorbei an dem leisen Philosoph`, in einen kühlen Hinterhof,
hier endet eine kurze Reise, die Stadt zieht weiter ihre Kreise,
ein Hinterhof, wieso auch nicht, auch hier verirrt sich Sonnenlicht.
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Nirgendwo lügen sie sich freundlicher und süßlicher in die Gesichter,
nirgendwo treten sie sich höflicher unter den Tischen gegen die Schienbeine.
Es ist schön, oberflächlich. Schöner ist es dort, wo selten jemand vorbei schaut, wo sich der Eine und die Andere daheim und willkommen fühlen.

Menschen in der Stadt, ein kleiner Ausschnitt (1998)

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