Perplex

von Daniel Büttrich
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Ein menschenscheuer Jugendlicher wünschte sich sehnsüchtig, ein hübsches Mädchen aus der Nachbarklasse zur Freundin zu haben. Er teilte das Schicksal aller unglücklich Verliebter und überlegte stundenlang, wie er dem Mädchen, das seine Zuneigung nicht bemerken konnte, näher kommen könnte. In den Sommermonaten fuhr er regelmäßig mit dem Fahrrad an dem Haus ihrer Familie vorbei und hoffte, dass sie die Tür öffnete und ihn herein bitten würde. Seine Hoffnung erfüllte sich nicht, und sein drängender Wunsch, mit ihr ins Gespräch zu kommen, sie zu küssen und zu lieben, beherrschte ihn so sehr, dass er sich kaum auf seine schulischen Aufgaben konzentrieren konnte. Eines Tages lief er durch den Wald, und just als er alle Bedrückung und Schwermut seines einsamen jugendlichen Daseins vergessen hatte, lief ein junges, hübsches Mädchen vorbei und lächelte ihm liebevoll zu. Sie war es gewesen. Perplex lief er weiter und immer schneller in den tiefen Wald hinein, und er dachte an das Lächeln während er sich fragte, ob es sein Leiden lindern oder vermehren würde.

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