Der ruhende Augenblick

Bild von dichterausPolen1
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der Augenblick ist unendlich lunar
als ob ein Mond der Dichter ihm zulächelte
Schwärmereien dösen in der Zauberzeit
bizarrer Moment ist musenhaft-flügge

Engel bräuchten zu dieser Zeit mehr Flügel
und ich stehe allein den Träumen nicht fern
will von Ontologie der Musen sprechen
schön-holdes Wort in Silberstern verwandeln

sternklar-mondenklar ist eben die Nacht
bestirnte und Mondgefühle mir nah
oh Mond sei durchflimmert von Gestirntheit

Verewig Kometenebben oben!
Verschönre Sternschnuppenfluten unten!

luthersche Schimmer – droben und drunten
zu verzaubernder Flimmer von Träumen
so wie dazumal vor vielen Monden

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Das literarische Gutachten aus der Sicht von mir, dem fachkundigen gelernten Germanisten:

Ziele:
Das Zeigen den Lesern, dass ein ruhend-stiller Augenblick es ist, als ob
der Moment in einer Hängematte gerade läge.

Methoden:
stilistische Mittel: die Anthropomorphisierung, weil der Mond zulächelt und die Träumereien dösen; EPITHETA: bizarrer Moment ist musenhaft-flügge, schön-holdes Wort, Zauberzeit: zaubervolle Zeit, sternenklare Nacht, Mondenklarheit der Nacht
Kreuz-Reime
Veraltet/Veraltend/Archaisch: mondenklar = mondklar, alt Gestirntheit - gehoben: das Bestirntsein *des Himmelsgezelts; vor vielen Monden
= vor vielen Monaten

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